Versionsverwaltung mit Git und SVN

©  Depositphotos /    stevanovicigor

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Gerade in der Webentwicklung können viele Projekte sehr groß und unübersichtlich werden: Sei es, weil man direkt mit einer Programmiersprache wie PHP oder Python eine umfangreiche Internetpräsenz dynamisch erzeugen möchte, sei es, weil man auf ein Framework zurückgreift oder ein CMS nutzt, das die Erstellung von Templates in PHP ermöglicht. In allen Fällen ist es ratsam, eine Versionsverwaltung zu nutzen, um den Überblick über Änderungen im Code an einem Projekt nicht zu verlieren.

Was machen Versionsverwaltungen?

Mit einer Versionsverwaltung werden Änderungen protokolliert. Das heißt, es wird nachvollziehbar, wer, zu welchem Zeitpunkt, welche Änderung in den Code eingebracht hat. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn viele verschiedene Entwickler an einem Projekt gemeinsam arbeiten. Aber auch der Freelancer kann mit einer Versionsverwaltung seine Webprojekte besser organisieren. Besonders wichtig ist, dass mit einem solchen Programm ältere Versionen eines Projekts geladen werden können, um so beispielsweise einen Fehler rückgängig zu machen.

SVN und GIT

Die beiden bekanntesten Versionsverwaltungen, Git und SVN, stehen jeweils unter einer freien Lizenz. Apache Subversion, kurz SVN, ist eine sogenannte zentrale Versionsverwaltung. Das heißt, es existiert ein zentrales Repository, in das Änderungen eingepflegt werden. Im Gegensatz dazu arbeitet GIT dezentral. Daher hat in der Regel jeder Benutzer bei GIT das gesamte Repository bei sich lokal auf dem Rechner. Änderungen können so auch zunächst lokal ausgeführt werden. Dieses Prinzip mag zunächst komplizierter und praxisferner erscheinen, da aber die gesamte Entwicklung des Linux-Kernels mit GIT verwaltet wird, kann man mit Fug und Recht behaupten, GIT hat sich in der Software-Welt bewährt.

Einsatzmöglichkeiten bei der Webentwicklung

Oft sind Webentwickler ja Freelancer und arbeiten alleine. Daher genügt es in aller Regel lokal auf dem Rechner eine Versionsverwaltung zu installieren und daran zu denken, regelmäßig die Änderungen zu übertragen. Denn oft genug wundert man sich, weshalb PHP eine Fehlermeldung ausgibt. Mit der Versionsgeschichte lassen sich grobe Patzer im Code häufig schnell finden und analysieren. Eine kleine HTML-Webseite zu versionieren macht in der Regel wenig bis gar keinen Sinn. Doch gibt es heutzutage auch recht große reine HTML-Seiten, die über viele Meta-Tags oder RDFa-Syntax verfügen und bei denen der Quellcode um einiges größer ist als der eigentlich sichtbare Content und bei denen es sich lohnt, diese mit GIT oder SVN zu verwalten. Selbstverständlich lassen sich auch Änderungen in den Stylesheets, also in den CSS-Dateien, auf diese Weise komfortabel anzeigen lassen. Der eigentliche Einsatzort einer Versionsverwaltung in der Webentwicklung ist aber bei der Programmierung von Content Management Systemen zu suchen. Hier kommen schnell viele tausende Zeilen Code zusammen sowie bei Open-Source-Projekten Änderungsvorschläge direkt aus der Community, die ohne eine entsprechende Software schlicht gar nicht mehr zu organisieren wären.


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