Besseres SEO dank strukturierter Daten

© Depositphotos / Jirsak

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Für Webseitenbetreiber ist eine gute Positionierung in den Google Suchergebnissen besonders wichtig, um möglichst viel Traffic auf der eigenen Seite zu generieren. Nun geht es heutzutage aber nicht einmal mehr allein um die Positionierung, sondern vielmehr um die Hervorhebung des eigenen Sucheintrags gegenüber allen anderen. Snippets – also Suchergebnisse – bestehen klassisch aus dem Seitentitel, der URL und der Meta-Beschreibung einer Webseite. Diese Snippets können dann mithilfe von strukturierten Daten noch erweitert werden, so beispielsweise mit Videoinhalten oder Kundenbewertungen. Diese Rich Snippets unterscheiden sich somit klar von standarmäßigen Sucheinträgen und besitzen eine höhere Wahrscheinlichkeit, Traffic zu generieren.

Strukturierte Daten kurz erklärt

Um eine Webseite als Suchergebnis überhaupt anzeigen zu können, muss Google deren Inhalte vorher crawlen. Mittels verschiedener Algorithmen wird der Inhalt zusammengefasst und auf Stammdaten und -wörter heruntergebrochen. Allerdings kann Google so noch nicht ausreichend die Zusammenhänge zwischen Phrasen oder Abschnitten erkennen. Mithilfe von strukturierten Daten wird der Inhalt für Google für eine bessere und schnellere Erkennung sozusagen vorsortiert und definiert. Dabei kann man sich strukturierte Daten ähnlich wie einen Datenbankeintrag vorstellen, wobei verschiedenen Datentypen bestimmte Eigenschaften zugeordnet werden. Diese Daten kann Google wiederum nutzen, um Rich Snippets zu generieren.

Auch der Knowledge Graph von Google greift diese strukturierten Daten ab. In diesem Knowledge Graph stellt Google 37 % aller Informationen zu einer Suchanfrage in einem separaten Bereich rechts der Suchergebnisse vor. Dabei stellt dieser eine Ansammlung aller meist-gesuchter Informationen dar, deren Inhalt zum einen aus eigenen Datenbanken bezüglich Nutzerverhalten und zum anderen aus gut strukturierten Quellen wie Wikipedia stammen.

Daten richtig strukturieren

Rich Snippets werden durch weitere Informationen wie Produktbeschreibungen und -bewertungen, Rezepte, Personen oder Veranstaltungen angereichert. Um dies aber zu ermöglichen, braucht es einer bestimmten Strukturierung des HTML Dokuments mit sogennannten HTML-Markups. Diese Markups erweitern die eigentlichen Seiteninhalte, sodass gezielt ein Rich Snippet erzeugt werden kann. Es gibt hier drei verschiedene Markup-Formate, die Mikrodaten, Mikroformate und RDFa. Ohne diese Markups besteht der HTML-Inhalt nur aus div-Tags und deren CSS-Formatierung.

Mikroformate verwenden nur das class-Attribut, um bestimmte Abschnitte im HTML-Dokument mit beschreibenden Namen zu markieren. RDFa hingegen nutzen XHTML-Tags, um den Elementen ihre Namen zuzuweisen.

Mikrodaten werden mit am häufigsten genutzt und nutzen bereits vorhandene HTML Elemente wie rel, span oder class. Dabei werden Elementen und Eigenschaften kurze und beschreibende Namen zugewiesen. Google empfiehlt die Nutzung von Mikrodaten wie sie von Schema.org vorgegeben werden, da sie einen guten Kompromiss zwischen Mikroformaten und RDFa darstellen. Schema.org ist ein gemeinsames Projekt von Google, Bing, Yahoo und Yandex, um einen einheitlichen Standard in der Strukturierung zu bieten. Mittels bestimmter Code-Erweiterungen wie itemscope können diese Suchmaschinen Inhalt nicht nur erkennen, sondern auch deren Zusammenhang deuten. Je nach Datenart wird zudem eine URL zu Schema.org integriert. Beispielsweise wird bei einer Veranstaltung auf schema.org/Event verwiesen. Erst durch diese differenzierte Markierung der HTML Inhalte ist es den Suchmaschinen möglich, Rich Snippets zu erstellen.