Magento 2: Die wichtigsten Informationen im Überblick

© Depositphotos / SimpleFoto

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Die Software Magento ermöglicht die Erstellung und Verwaltung von professionellen Onlineshops. Mit der neuen Version dieser beliebten Open-Source-E-Commerce-Plattform sollen die User von einer ganzen Reihe vielversprechender Änderungen profitieren können. So zeichnet sich Magento 2 unter anderem durch eine verbesserte Performance und Skalierbarkeit aus.

Magento 2 ist eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Version, die bereits im März 2008 veröffentlicht worden war. Mittlerweile ist Magento die meistgenutzte reine Webshopsoftware, was den enormen Erfolg dieser ersten Version zum Ausdruck bringt. Die zugehörige Firma ist seit dem Jahr 2011 ein Tochterunternehmen von eBay und hat die Freigabe von Magento 2 bereits mehrfach verschoben. Im vierten Quartal 2015 soll nun aber endlich der von vielen E-Commerce-Playern mit Spannung erwartete Release erfolgen.

Welche konkreten Änderungen bringt die neue Version von Magento mit sich?

Detaillierte Dokumentationen sind von zentraler Bedeutung für die Migration, die Bedienung und weitere Teilaspekte einer Shopsoftware. Diesem Anspruch wird Magento 2 gerecht und setzt zu diesem Zweck ein dezidiertes Team ein, dass ausschließlich für die Erstellung umfassender Dokumentationen verantwortlich ist. Außerdem wird die sogenannte Magento Alert Security Registry eingerichtet. Durch dieses Feature erhalten alle Nutzer im Ernstfall umgehend wichtige Sicherheitspatches, was mit einem optimierten Schutz vor Datenmissbrauch verbunden ist.

Im Zuge der Veröffentlichung von Magento 2 wird auch der Magento-Connect-Marktplatz neu strukturiert. Demzufolge werden alle Erweiterungen geprüft und verifiziert, bevor sie zum Download angeboten werden. Dieses umfassende Verfahren resultiert in einem Höchstmaß an Qualität in Bezug auf die bei Magento-Connect verfügbaren Module. Des Weiteren wird dieser virtuelle Marktplatz mit einer neuen und übersichtlicheren Benutzeroberfläche ausgestattet, was eine verbesserte Usability sicherstellen soll.

Details der verbesserten Performance und Hinweise zum Release-Fahrplan

Insgesamt arbeiten etwa 120 Mitarbeiter an der modernen Architektur für die finale Fertigstellung von Magento 2. Erste Messdaten ergaben bezüglich Katalog End to End eine 25 Prozent schnellere Performance im Vergleich zum Vorgänger. Auch bei der Verarbeitung von Views und Bestellungen punktet Magento 2 mit höheren Leistungswerten. So kann das neue Programm etwa doppelt so viel Bestellungen und zwanzigmal so viele Views verarbeiten.

Aktuell ist nur eine Beta-Version für Developer erhältlich, aber eine Händler-Beta soll noch im dritten Quartal 2015 folgen. Nach dem Release von Magento 2 Ende 2015 soll die erste Version noch drei weitere Jahre gepflegt werden, um den Nutzern einen angemessenen Zeitraum für den Umstieg zu gewähren. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Magento 2 neue Maßstäbe im Bereich Performance setzt und mit vielen weiteren Verbesserungen überzeugen kann. Weil der offizielle Release erst bevorsteht, bleibt aber noch abzuwarten, ob die Software in der Praxis alle Erwartungen erfüllen kann.


Versionsverwaltung mit Git und SVN

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Gerade in der Webentwicklung können viele Projekte sehr groß und unübersichtlich werden: Sei es, weil man direkt mit einer Programmiersprache wie PHP oder Python eine umfangreiche Internetpräsenz dynamisch erzeugen möchte, sei es, weil man auf ein Framework zurückgreift oder ein CMS nutzt, das die Erstellung von Templates in PHP ermöglicht. In allen Fällen ist es ratsam, eine Versionsverwaltung zu nutzen, um den Überblick über Änderungen im Code an einem Projekt nicht zu verlieren.

Was machen Versionsverwaltungen?

Mit einer Versionsverwaltung werden Änderungen protokolliert. Das heißt, es wird nachvollziehbar, wer, zu welchem Zeitpunkt, welche Änderung in den Code eingebracht hat. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn viele verschiedene Entwickler an einem Projekt gemeinsam arbeiten. Aber auch der Freelancer kann mit einer Versionsverwaltung seine Webprojekte besser organisieren. Besonders wichtig ist, dass mit einem solchen Programm ältere Versionen eines Projekts geladen werden können, um so beispielsweise einen Fehler rückgängig zu machen.

SVN und GIT

Die beiden bekanntesten Versionsverwaltungen, Git und SVN, stehen jeweils unter einer freien Lizenz. Apache Subversion, kurz SVN, ist eine sogenannte zentrale Versionsverwaltung. Das heißt, es existiert ein zentrales Repository, in das Änderungen eingepflegt werden. Im Gegensatz dazu arbeitet GIT dezentral. Daher hat in der Regel jeder Benutzer bei GIT das gesamte Repository bei sich lokal auf dem Rechner. Änderungen können so auch zunächst lokal ausgeführt werden. Dieses Prinzip mag zunächst komplizierter und praxisferner erscheinen, da aber die gesamte Entwicklung des Linux-Kernels mit GIT verwaltet wird, kann man mit Fug und Recht behaupten, GIT hat sich in der Software-Welt bewährt.

Einsatzmöglichkeiten bei der Webentwicklung

Oft sind Webentwickler ja Freelancer und arbeiten alleine. Daher genügt es in aller Regel lokal auf dem Rechner eine Versionsverwaltung zu installieren und daran zu denken, regelmäßig die Änderungen zu übertragen. Denn oft genug wundert man sich, weshalb PHP eine Fehlermeldung ausgibt. Mit der Versionsgeschichte lassen sich grobe Patzer im Code häufig schnell finden und analysieren. Eine kleine HTML-Webseite zu versionieren macht in der Regel wenig bis gar keinen Sinn. Doch gibt es heutzutage auch recht große reine HTML-Seiten, die über viele Meta-Tags oder RDFa-Syntax verfügen und bei denen der Quellcode um einiges größer ist als der eigentlich sichtbare Content und bei denen es sich lohnt, diese mit GIT oder SVN zu verwalten. Selbstverständlich lassen sich auch Änderungen in den Stylesheets, also in den CSS-Dateien, auf diese Weise komfortabel anzeigen lassen. Der eigentliche Einsatzort einer Versionsverwaltung in der Webentwicklung ist aber bei der Programmierung von Content Management Systemen zu suchen. Hier kommen schnell viele tausende Zeilen Code zusammen sowie bei Open-Source-Projekten Änderungsvorschläge direkt aus der Community, die ohne eine entsprechende Software schlicht gar nicht mehr zu organisieren wären.


Benutzerrollen: Komfortable Rechteverwaltung

Depositphotos / venimo

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In der Softwareentwicklung spricht man häufig von Benutzerrollen, kurz Rollen. Sie stehen in direktem Zusammenhang mit der Rechteverwaltung in einer Software oder einem Betriebssystem und stellen eine Weiterentwicklung der Benutzergruppen dar.

Die Aufgabe von Benutzerrollen ist die Bündelung und Kategorisierung von Rechten. Dadurch ist es nicht notwendig, jedem Benutzer einer Software einzeln Rechte zuzuweisen, sondern kann dies über Benutzerrollen verwalten.

Durch die Verwaltung der Benutzerrechte über Rollen ergibt sich der Vorteil, dass Änderungen immer nur in der Rolle und nicht einzeln bei jedem Benutzer vorgenommen werden müssen. Dadurch wird die Verwaltung von Systemrechten deutlich vereinfacht.

Abgrenzung Benutzerrechte, Benutzergruppen und Benutzerrollen

In Bezug auf die Rollen in der Softwareentwicklung unterscheidet man drei Begrifflichkeiten.

Benutzerrechte: Darunter versteht man die einzelnen Systemrechte, die ein Benutzer in einer Software zugewiesen bekommen kann.

Benutzergruppe: Benutzergruppen sind festgelegte Kategorien, denen Benutzer zugeordnet werden. Über die Benutzergruppe können alle Benutzerrechte der zugeordneten User zusammen verwaltet werden.

Benutzerrollen: Bei der Benutzerrolle handelt es sich, wie bereits erwähnt, um eine Weiterentwicklung der Benutzergruppe. Wichtigstes Merkmal der Rolle ist die Tatsache, dass ein Benutzer mehrere Rollen haben kann. Die Summe dieser ergibt dann die Rechtestruktur des jeweiligen Benutzers.

So äußern sich Rollen für den Benutzer

In der modernen Softwareentwicklung werden Programme so konzeptioniert, dass sich durch die zugeordneten Rollen individuell abgestimmte Benutzeroberflächen generieren lassen. Der Benutzer erhält dann nur jene Möglichkeiten auf seiner grafischen Oberfläche, die ihm laut der zugeordneten Rolle oder mehrerer Rollen, zugewiesen wurden.

Anwendungsgebiete der Rollen

Neben den gewöhnlichen Systemrechten, wie beispielsweise in ERP-Systemen üblich, finden Benutzerrollen vor allem auch bei Zugriffskontrollsystemen großen Zuspruch. So wird der herkömmliche Schlüssel immer mehr durch Chipkarten ersetzt, die über ein zentrales System verwaltet werden. Zugriffsrechte zu Gebäuden und Räumlichkeiten lassen sich so komfortabel über Benutzerrollen und die zugeordneten Zutrittsberechtigungen der einzelnen Chip Inhaber realisieren.